DANKE

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Tierschutzfreunde!

Ich bin überwältigt von Ihrer Hilfsbereitschaft und Anteilnahme. Es tut gut zu wissen, dass es Menschen gibt wie Sie. Denn es ist nicht zuletzt die Anerkennung meiner Arbeit und der Rückhalt, den ich aus Ihren Reaktionen auf meine Briefe erfahre, aus denen ich meine Kraft und meinen Mut schöpfe, weiterzukämpfen für jedes einzelne Leben, das auf meine Hilfe angewiesen ist.
Natürlich wären mir ohne Ihre finanzielle Unterstützung oftmals die Hände gebunden, um nachhaltig im Sinne des Tierschutzes zu helfen. Darum bedanke ich mich aus tiefstem Herzen für Ihre zahlreichen Spenden, die mir einmal mehr zeigen, dass ich nicht allein bin und dass Carlancas erschütternde Lebensgeschichte auch den Weg in Ihre Herzen gefunden hat.

Carlancita, wie unser Sorgenkind liebevoll im „Hunde-Haus“ in Madrid genannt wird, macht bereits große Fortschritte. Ihre Betreuerin Marivi schickt mir regelmäßig kleine Videosequenzen und Fotos, sodass ich Carlancas Entwicklung zeitnah verfolgen kann.
Sie spielt bereits mit den anderen Hunden im Auslauf, beobachtet neugierig ihre veränderte Welt, und beginnt das grundlegend zerstörte Vertrauen zum Menschen mit zögerlichen Schritten wieder aufzubauen.

Marivi schrieb mir vor ein paar Abenden:

„Die ersten drei Tage haben wir mit Carli nicht viel gemacht. Wir haben sie in dem kleinen Zimmer gelassen, das sie selbst für sich ausgewählt hatte. Wir haben neben ihr gesessen, sie ab und zu mit dem Finger gestreichelt und ansonsten mit den anderen Hunden fröhlich vor ihren Augen gespielt. Sie beobachtet viel. Sie ist eine kluge Hündin, verfolgt alles um sich herum und macht den anderen vieles nach. Mittlerweile läuft sie den Hunden in den Freilauf hinterher. Sie liebt es, wenn wir alle fröhlich sind und gute Laune haben. Dann freut sie sich und wedelt mit ihrer Rute. Noch ist nicht daran zu denken, sie an der Leine zu führen. Sie wehrt sich heftig gegen Halsband oder Geschirr. Sie wird Vertrauen fassen und dann all die Dinge lernen, die sie nicht kennt und vor denen sie heute noch Angst hat!“

Liebe Leserinnen und Leser, wie Sie auf den aktuellen Bildern sehen, entwickelt sich unsere Carlancita zu einer bildschönen Hündin. Durch ihr mittlerweile dicht geschlossenes seidiges Haarkleid, ist sie kaum wiederzuerkennen. Mir läuft noch immer ein kalter Schauer über den Rücken, wenn ich mir vorstelle, welche Angst diese arme Hündin ausgehalten haben muss, als der Hirte sie gepackt, auf den Rücken gedreht und an den Beinen festgehalten hat, um dann das ratternde Schergerät anzusetzen.

Es ist verständlich, dass es eine Weile dauern wird, bis sie das gebrochene Vertrauen in uns Menschen wiederfindet. Diese Zeit müssen wir ihr geben. Und dank Ihrer zahlreichen Spenden sind wir auch in der Lage dazu. Erst dann, wenn sie selbstbewusst genug ist, sich in der Welt der Menschen zu behaupten, wird sie Nuria und Marivi verlassen müssen, um in ein richtiges Zuhause aufzubrechen. Dann wird unsere gemeinsame Zeit zu Ende gehen. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Ich werde Sie gern weiterhin über die Entwicklung Carlancas auf dem Laufenden halten.

Seien Sie alle herzlichst gegrüßt von
Ihrer Beate Rost



Unter folgendem Link können Sie sich die Patenschafturkunde herunterladen, mit der sich das gesamte Team der ALBA Madrid bei uns bedankt.

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