Leseprobe

J A N K E R S   V E R S P R E C H E N 

(…) Plötzlich jedoch, von einer Sekunde auf die andere, herrschte Stille im Wald. Janker spitzte seine Ohren, drehte sich in alle Richtungen aufmerksam um und witterte angestrengt. Der Wind war sehr unruhig, ihm war, als käme er von allen Seiten gleichzeitig. Doch den Geruch, den er mit sich trug, hätte Janker selbst in einem Orkan unter tausend anderen wiedererkannt. Es war der Geruch eines Jägers. Unvermittelt sprang er auf. Noch einmal hielt er seine Nase prüfend in den Wind. Er war sich sicher, es war einer der Jäger, die Lances aus dem Bau gezogen und erschlagen hatten.
„Thalli!“, rief er der Füchsin zu. „Wir müssen uns verstecken!“
Thalli hob ihren Kopf, den sie zärtlich an Baskes Brust gelegt hatte, und sah Janker fragend an.
„Schnell, ins Unterholz, versteck dich!“, rief Janker ihr noch einmal hastig zu und sprang mit einem großen Satz ins nahe Dickicht.
Thalli war hin und hergerissen. Sie wollte ihren Gefährten nicht allein lassen. Aber ihre Angst vor den Menschen war größer. Mit einem Laut der Verzweiflung sprang sie hinter Janker her und kroch zitternd ins dichte Gebüsch.
Baske sah ihr nach. Kaum merklich bäumte sein Körper sich auf, und seine eben noch geschlossenen Augen waren jetzt angstvoll aufgerissen. Sein Atem ging flach und hastig.
Dann näherten sich die schweren Schritte des Jägers. Schaudernd sah Janker Thalli an und schluckte schwer. Und als der Mann näher kam, gab es für ihn keinen Zweifel mehr: Es war einer der Jäger, die Lances auf dem Gewissen hatten. (…)